Ablauf

Zunächst werden in der Regel bis zu vier "Probesitzungen" bzw. probatorische Sitzungen durchgeführt, wo insbesondere geklärt wird, ob die Patientin oder der Patient und die Psychotherapeutin zueiander passen bzw. ob eine vertrauensvolle therapeutische Beziehung aufgebaut werden kann.

Anschließend kann eine längere Behandlung in Form einer Langzeittherapie mit 60 Sitzungen durchgeführt werden, die auch noch einmal um weitere 40 Stunden auf insgesamt 100 Stunden verlängert werden kann. Die Sitzungen finden in der Regel einmal pro Woche statt. Eine Sitzung umfasst 50 Minuten. Bei einer Langzeittherapie kann die Psychotherapie durchaus 2 - 3 Jahre andauern.

Es gibt auch die Möglichkeit einer Kurzzeittherapie, die maximal 24 Sitzungen beinhaltet und in zwei Abschnitten mit jeweils 12 Stunden unterteilt ist.

Welche Behandlungsdauer bei Ihnen ratsam ist, besprechen wir in den Probesitzungen.

Weitere allgemeine Informationen zu den Modalitäten einer Psychotherapie erhalten Sie in einer Informationsbroschüre der Bundespsychotherapeutekammer hier.

Kostenübernahme

Privat Versicherte

In der Regel kann die Therapie über Ihre Private Krankenversicherung, der Beihilfe oder der freien Heilfürsorge unproblematisch abgerechnet werden. Sie erhalten nach Ihrer Kontaktaufnahme zeitnah ein Erstgespräch zum gemeinsamen Kennenlernen. Wenn möglich, erkundigen Sie sich bitte vor dem Erstgespräch bei Ihrem Versicherungsträger bzw. Ihrer Beihilfestelle, ob und in welchem Umfang psychotherapeutische Leistungen von Ihrem Versicherungsvertrag abgedeckt sind. Das Honorar richtet sich dabei nach der
Gebührenordnung für Psychotherapeuten (GOP).

Gesetzlich Versicherte

Hier ist bei vielen Krankenkassen eine Kostenübernahme im Kostenerstattungsverfahren möglich.

Psychotherapien sind medizinische Behandlungen und gehören grundsätzlich in das Leistungsspektrum der Gesetzlichen Krankenkassen. Die Gesetzlichen Krankenkassen haben jedoch einen Kollektivvertrag mit der Kassenärztlichen Vereinigung geschlossen, der es nur den Psychotherapeuten, die einen sogenannten Kassensitz bei der Kassenärztlichen Vereinigung haben, ermöglicht, die Psychotherapie automatisch mit der Krankenkasse abzurechnen.

Ich habe zwar die staatliche Anerkennung (Approbation) als Psychologische Psychotherapeutin und bin im Arztregister eingetragen, habe aber keinen der begrenzten Kassensitze der Kassenärztlichen Vereinigung.

Gesetzliche Krankenkassen sind dennoch verpflichtet, Ihnen rechtzeitig eine notwendige Behandlung zu ermöglichen. Sollte Ihnen keine zeitnahe Behandlung durch einen Kassentherapeuten angeboten werden, übernehmen viele gesetzliche Krankenkassen auch die Kosten für die Therapie in einer Privatpraxis. Es gibt derzeit jedoch auch Krankenkassen, die diesen Weg erschweren. Wir würden deshalb im Einzelfall klären, ob dieser Weg Aussicht auf Erfolg hat. Gerne unterstütze ich Sie bei der Beantragung.

In der Regel werden Sie mit Hilfe eines Telefonprotokolls nachweisen müssen, dass Sie mehrere kassenzugelassene Psychotherapeuten und die Terminservicestelle mit negativem Ergebnis kontaktiert haben .

Die Deutsche Psychotherapeutenvereinigung hat in sehr übersichtlicher Form Informationen zum Kostenerstattungsverfahren zusammengestellt. Eine Informationsbroschüre erhalten Sie hier als pdf-Datei.

Versicherte der Bahn-BKK können unbürokratisch eine Therapie beginnen.

Selbstzahler

Als Selbstzahler gelten die Gebühren der Gebührenordnung für Psychotherapeuten (GOP).